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woensdag 15 januari 2025

Dichtersbankjes | Heinrich Heine

Foto: Arend Mellendijk | Universiteit Bonn, Bonn


Uit de collectie Mellendijk 👉 (keuze dichter en gedicht) voorraad Mellendijk:

Es liegt der heiße Sommet
 
Auf deinen Wängelein;
 
Es liegt der Winter, der kalte
 
In deinem Herzchen klein.
 
 
 
Das wird sich bei dir ändern,
 
Du Vielgeliebte mein!
 
Der Winter wird auf den Wangen,
 
Der Sommer im Herzen sein.




vrijdag 20 september 2024

Dichtersbankje | Heinrich Heine

Hans Mellendijk | Sterntor| Bonn 

Uit de collectie Mellendijk (keuze dichter en gedicht) voorraad Mellendijk: Heinrich Heine 👉


 


 
Een knaap houdt van een meisje
 
Dat van een ander houdt;
 
Die ander koos een ander,
 
En is ermee getrouwd.
 
 
 
Het meisje trouwt uit woede
 
De eerste de beste man
 
Die haar voor de voeten kwam lopen;
 
De knaap is er akelig van.
 
 
 
Het is het oude liedje,
 
Toch is het nooit passé;
 
En is het je net overkomen,
 
Dan breekt je hart in twee.


 
Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
 
Die hat einen andern erwählt;
 
Der andre liebt eine andre,
 
Und hat sich mit dieser vermählt.
 
 
 
Das Mädchen heiratet aus Ärger
 
Den ersten besten Mann,
 
Der ihr in den Weg gelaufen;
 
Der Jüngling ist übel dran.
 
 
 
Es ist eine alte Geschichte,
 
Doch bleibt sie immer neu;
 
Und wem sie just passieret,
 
Dem bricht das Herz entzwei.

Zesentwintig gedichten | Heinrich Heine
(Vertaling Marko Fondse en Peter Verstegen)*

Uit: Lyrisches Intermezzo (1822-1823)



dinsdag 17 september 2024

Dichtersbankje | Friederich Schiller

Foto: Hans Mellendijk | Beethovenhaus: Bonn 

Uit de collectie Mellendijk (keuze dichter en gedicht) voorraad MellendijkFriedrich Schiller 👉

 
Ode an die Freude

O Freunde, nicht diese Töne!
Sondern laßt uns angenehmere anstimmen
Und freudenvollere!1

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligtum!
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.

Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein,
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!
Ja, wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer's nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund.

Freude trinken alle Wesen
An den Brüsten der Natur:
Alle Guten, alle Bösen
Folgen ihrer Rosenspur.
Küsse gab sie uns, und Reben,
Einen Freund, geprüft im Tod;
Wollust ward dem Wurm gegeben,
Und der Cherub steht vor Gott!

Froh, wie seine Sonnen fliegen
Durch des Himmels prächt'gen Plan,
Laufet, Brüder, eure Bahn,
Freudig, wie ein Held zum Siegen.

Seid umschlungen, Millionen,
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder! Über'm Sternenzelt
Muß ein lieber Vater wohnen.
Ihr stürzt nieder, Millionen?
Ahnest du den Schöpfer, Welt?
Such' ihn über'm Sternenzelt!
Über Sternen muß er wohnen.

1De eerste drie regels werden toegevoegd door Beethoven in 1823 en ontbraken in de beide versies van Schiller.

Oorspronkelijke versie

De oorspronkelijke versie uit 1785 van Friedrich Schiller luidt echter zo:

Ode an die Freude

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elisium,
Wir betreten feuertrunken
Himmlische, dein Heiligthum.
Deine Zauber binden wieder,
was der Mode Schwerd getheilt;
Bettler werden Fürstenbrüder,
wo dein sanfter Flügel weilt.

 K o o r.

Seid umschlungen Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder – überm Sternenzelt
muß ein lieber Vater wohnen.

Wem der große Wurf gelungen,
eines Freundes Freund zu seyn;
wer ein holdes Weib errungen,
mische seinen Jubel ein!
Ja – wer auch nur  e i n e  Seele
 s e i n  nennt auf dem Erdenrund!
Und wer’s nie gekonnt, der stehle
weinend sich aus diesem Bund!

 K o o r.

Was den großen Ring bewohnet
huldige der Simpathie!
Zu den Sternen leitet sie,
Wo der  U n b e k a n n t e  tronet.

Freude trinken alle Wesen
an den Brüsten der Natur,
Alle Guten, alle Bösen
folgen ihrer Rosenspur.
Küße gab sie  u n s  und  R e b e n ,
einen Freund, geprüft im Tod.
Wollust ward dem Wurm gegeben,
und der Cherub steht vor Gott.

 K o o r.

Ihr stürzt nieder, Millionen?
Ahndest du den Schöpfer, Welt?
Such’ ihn überm Sternenzelt,
über Sternen muß er wohnen.

Freude heißt die starke Feder
in der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
in der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
die des Sehers Rohr nicht kennt!

 K o o r.

Froh, wie seine Sonnen fliegen,
durch des Himmels prächtgen Plan,
Laufet Brüder eure Bahn,
freudig wie ein Held zum siegen.

Aus der Wahrheit Feuerspiegel
lächelt  s i e  den Forscher an.
Zu der Tugend steilem Hügel
leitet  s i e  des Dulders Bahn.
Auf des Glaubens Sonnenberge
sieht man  i h r e  Fahnen wehn,
Durch den Riß gesprengter Särge
 s i e  im Chor der Engel stehn.

 K o o r.

Duldet mutig Millionen!
Duldet für die beßre Welt!
Droben überm Sternenzelt
wird ein großer Gott belohnen.

Göttern kann man nicht vergelten,
schön ists ihnen gleich zu seyn.
Gram und Armut soll sich melden
mit den Frohen sich erfreun.
Groll und Rache sei vergessen,
unserm Todfeind sei verziehn.
Keine Thräne soll ihn pressen,
keine Reue nage ihn.

 K o o r.

Unser Schuldbuch sei vernichtet!
ausgesöhnt die ganze Welt!
Brüder – überm Sternenzelt
richtet Gott wie wir gerichtet.

 F r e u d e  sprudelt in Pokalen,
in der Traube goldnem Blut
trinken Sanftmut Kannibalen,
Die Verzweiflung Heldenmut – –
Brüder fliegt von euren Sitzen,
wenn der volle Römer kraißt,
Laßt den Schaum zum Himmel sprützen:
Dieses Glas dem guten Geist.

 K o o r.

Den der Sterne Wirbel loben,
den des Seraphs Hymne preist,
Dieses Glas dem guten Geist,
überm Sternenzelt dort oben!

Festen Mut in schwerem Leiden,
Hülfe, wo die Unschuld weint,
Ewigkeit geschwornen Eiden,
Wahrheit gegen Freund und Feind,
Männerstolz vor Königstronen, –
Brüder, gält’ es Gut und Blut –
Dem Verdienste seine Kronen,
Untergang der Lügenbrut!

 K o o r.

Schließt den heilgen Zirkel dichter,
schwört bei diesem goldnen Wein:
Dem Gelübde treu zu sein,
schwört es bei dem Sternenrichter!

Rettung von Tirannenketten,
Großmut auch dem Bösewicht,
Hoffnung auf den Sterbebetten,
Gnade auf dem Hochgericht!
Auch die Toden sollen leben!
Brüder trinkt und stimmet ein,
Allen Sündern soll vergeben,
und die Hölle nicht mehr seyn.

 K o o r.

Eine heitre Abschiedsstunde!
süßen Schlaf im Leichentuch!
Brüder – einen sanften Spruch
Aus des Todtenrichters Munde!

Wijziging

In 1803 wijzigde hij de eerste strofe:

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elisium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum.
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng getheilt,
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.


donderdag 12 september 2024

Dichtersbankje | Annie M.G. Schmidt


Foto: Hans Mellendijk | Rheinufer - Bonn

Uit de collectie Mellendijk (keuze dichter en vers) voorraad MellendijkAnnie M.G. Schmidt 👉

Rekenen op rijm

Zeven zoete zuurtjes zaten in een fles,
maar ééntje rolde in de goot. Nu zijn er nog maar…
Zes zoete zuurtjes. Daar kwam een heel oud wijf,
die heeft er eentje weggepikt. Toen waren er nog …
Vijf zoete zuurtjes. Toen kwam mijn nicht Marie,
die heeft er twee gekregen. Toen waren er nog …

Drie zoete zuurtjes. Toen kwam de kruidenier,
die bracht voor mij een zuurtje mee. Toen waren er weer …
Vier zoete zuurtjes, en toen kwam tante Mien,
die deed zes zuurtjes in de fles. Toen waren het er …

Tien zoete zuurtjes. Ik at ze op alleen.
Nu is het hele flesje leeg. Nou heb ik er geeneen.


maandag 30 januari 2017

Dichtersbankje | Chuck Berry

Foto: © Peter Bevers | Geboortehuis Beethoven | Bonn 

Uit de collectie Mellendijk (keuze tekschrijver en song) voorraad Mannen van Bevers: Chuck Berry>






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